Tyrosin ist eine nicht - essentielle Aminosäure. Ein Mangel kann bedeuten
- Müdigkeit
- Depressionen
- Reizbarkeit
Wissenswertes:
Aminosäuren sind aus biochemischer Sicht gesehen organische Verbindungen mit mindestens einer Carboxylgruppe (–COOH) und einer Aminogruppe (–NH2).
Der Begriff Aminosäuren wird im allgemeinen als Synonym für die proteinogenen α Aminosäuren verwendet. Davon gibt es zwei Formen, die D - Form und die L – Form. Der menschliche Körper kann nur die L-Aminosäure zum Aufbau von Proteinen verwerten. Die D – Form kommt zwar in Lebewesen, z.B. Bakterien vor, dient aber nicht zum Aufbau von Proteinen im menschlichen Körper.
Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine und damit, zusammen mit den Nukleinsäuren, die Basis - Bauelemente allen Lebens
Der Körper nutzt vor allem 20 dieser Aminosäuren, 12 davon werden vom menschlichen Organismus selbst hergestellt, die anderen 8 Aminosäuren müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Die Aminosäuren werden deshalb unterschieden in essentiell, das heißt der Körper kann sie nicht allein herstellen, und nicht essentiell.
Nicht essentielle Aminosäuren Essentielle Aminosäuren
Alanin Valin
Arginin Threonin
Asparagin Tryptophan
Asparaginsäure Leucin
Cystein Isoleucin
Glutamin Lysin
Glutaminsäure Methionin
Glycin Phenylalanin
Tyrosin
Histidin
Prolin
Serin
Bei Erkrankungen, die den Aminosäurestoffwechsel negativ beeinflussen müssen manchmal auch nicht essentielle Aminosäuren zugeführt werden. Eine gute Quelle für alle Aminosäuren, essentiell und nicht essentiell, sind Hühnereier.
Arginin und Histidin sind für Heranwachsende oder während der Genesung essenziell.
Die Abgrenzung zwischen essenziellen und nicht-essenziellen Aminosäuren ist etwas unscharf, denn der menschliche Körper kann einige Aminosäuren in andere umwandeln: Die Aminosäuren Methionin und Homocystein sind ineinander umwandelbar, der Mensch kann aber keine der beiden herstellen. Cystein kann aus Homocystein hergestellt werden. Arginin, Ornithin und Citrullin, können mittels des Harnstoffzyklus ineinander umgewandelt werden.
Alle essenziellen Aminosäuren kommen in Pflanzen vor. Das bedeutet, dass auch bei einer veganer Ernährung keine Mangelzustände entstehen können. Allerdings sollte die Ernährung möglichst alle essentiellen Aminosäuren enthalten und die Aminosäuren somit im Gleichgewicht sein. Ansonsten tendiert der Körper dazu sie in Fette und Zucker abzubauen.
Aminosäuren sind verantwortlich für den Stoffwechsel und die Wachstumsvorgänge im Körper. Gleichzeitig wird er aber auch von ihnen vor Krankheiten und Giftstoffen geschützt.
Nahrungsmittelergänzung durch Aminosäuren kann z.B. Müdigkeit, Konzentrationsmangel und depressiver Stimmung vorzubeugen, die Herz – Kreislauf – Funktion schützen, das Immunsystem und körperliche Belastung unterstützen.
Anwendung:
Tyrosin ist eine nicht-essenzielle Aminosäure und wird zusammen mit den Aminosäuren Tryptophan und Phenylalanin für die Serotonin-Dopamin-Produktion gebraucht. Tyrosin wird über 5-Hydroxytryptophan (5-HTP) umgeformt in Dopamin und Noradrenalin und wirkt als Gegenspieler von Tryptophan. Der Blutdruck wird durch Tyrosin erhöht und die Herzfrequenz beschleunigt. Es ist beteiligt am Bau der Schilddrüsenhormone und am Pigment-Farbstoff Melanin.
Zu wenig Tyrosin verursacht Müdigkeit, Depressionen, Angstzustände, Traurigkeit und Reizbarkeit. Um wach, geistig rege und körperlich aktiv zu sein braucht der Körper Tyrosin. Es kann nachts das Einschlafen verhindern und außerdem wird es zur Suchtentwöhnung eingesetzt. Tyrosin regt die Hirnanhangdrüse zur Wachstumshormon – Produktion an, hellt die Stimmung auf, fördert das sexuelle Verlangen und wirkt gegen Stress.
Besonders viel Tyrosin ist in Milchprodukten, Käse, Fleisch, Sojabohnen und Erbsen enthalten.
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