Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wasserlösliches Vitamin, das bei einer großen Anzahl von
Stoffwechselprozessen wichtig ist
- Stärkung des Immunsystems
- Aufbau von Knochen und Bindegewebe
- starkes Antioxidans
- verbessert die Aufnahme von Eisen
Synonym:
Vitamin C ist auch als Ascorbinsäure bekannt.
Der Begriff entstand aus "A(nti)-scorbinsäure"; die späteren
Nobelpreisträger Szent-Györgyi und Haworth wollten bei der Bezeichnung
auf den engen Zusammenhang zwischen Vitamin C und der
Vitamin-C-Mangelkrankheit Skorbut hinweisen.
Wissenswertes:
Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin, das vom Körper kaum
gespeichert werden kann. Die meisten Tierarten können es aus Glucose
selbst herstellen, nur Affen, Mehrschweinchen und der Mensch können das
nicht. Sie müssen Vitamin C über die Nahrung zu sich nehmen.
1928 wurde reines Vitamin C zum ersten Mal isoliert von dem ungarischen
Wissenschaftler Albert Szent-Györgyi. 1933 fand Norman Haworth die
chemische Struktur von Vitamin C, bzw. der "A(nti)-scorbinsäure". Seit
1933 wird Vitamin C industriell auf der Grundlage von Traubenzucker
hergestellt. Das Verfahren wird nach seinem Entdecker, dem Chemiker
Tadeus Reichstein, Reichstein-Synthese genannt.
Vitamin C (Ascorbinsäure) besteht aus einem Ascorbin-Ion und einem
Wasserstoff-Ion. Bindet man das Ascorbin-Ion an Natrium oder Calcium,
ergibt das Natriumascorbat oder Calciumascorbat. Dadurch ändern sich
das Lösungsverhalten und die Bioverfügbarkeit.
Ascorbinsäure:
Es ist die wasserlösliche, reine und sehr saure Form von Vitamin C.
Ascorbat:
Hierbei wird das Ascorbin-Ion mit Kalzium, Magnesium, Zink oder anderen
Mineralien verbunden. Diese Variante des Vitamin C ist nicht sauer und
wird von vielen Menschen besser vertragen als Ascorbinsäure.
Ascorbyl-Palmitat:
Das ist die fettlösliche Form von Vitamin C. Die wasserlösliche
Ascorbinsäure ist im wässrigen Milieu aktiv, während die fettlösliche
Form z.B. an den fettigen Zellmembranen wirkt und hier vor
Lipidperoxidation schützt.
Reines Vitamin C wird vom Körper schnell wieder ausgeschieden.
Natürliches Vitamin C, d.h. Auszüge aus natürlichen Vitamin C Quellen
(z.B. Acerola, Hesperidin), wird nicht so schnell ausgeschieden. Das
liegt an den Bioflavonoiden, die die Bioverfügbarkeit um ein vielfaches
erhöhen. Aus diesen Grund sollte man Vitamin C nicht isoliert zu sich
nehmen, sondern kombiniert mit Bioflavonoiden, so wie es auch beim
Verzehr von Obst und Gemüse ist.
Bioflavonoide:
Bekannte Quellen für Bioflavonoide sind z.B. die Acerolakirsche und die Hagebutte.
Die bekanntesten Bioflavonoide sind Hesperidin, Rutin und Quercetin. In
sehr hohen Dosen wird ihnen eine antivirale Wirkung nachgesagt. Sie
verstärken die Wirkung von Vitamin C bis auf das 30 - fache. In der
Natur kommen sie weitverbreitet vor, besonders in den Blüten und
Früchten der Pflanzen.
Sie steigern die Kapillarresistenz und vermindern die Permeabilität der
Gefäßwände. Die Ausschüttung und Aktivität des Histamin im Körper wird
durch Bioflavonoide verringert. Dadurch eignen sich Bioflavonoide als
natürliche Antihistaminika. Sie können somit sehr hilfreich sein bei
der Behandlung von Überempfindlichkeitsreaktionen und Allergien.
Aufgaben:
Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wasserlösliches Vitamin, das bei
einer großen Anzahl von biochemischen Reaktionen im Körper eine Rolle
spielt.
Es ist ein starkes Antioxidans und hemmt neben anderen schädlichen Stoffen die krebserregenden Nitrosamine.
Vitamin C kräftigt das Immunsystem und hilft bei der Synthese von
Collagen. Es wirkt als Co-Enzym bei der Produktion von Bestandteilen
des Bindegewebes und von Zähnen, Zahnfleisch, Blut und Knochen und
hilft bei der Eisenverwertung im Körper. Die Eisenaufnahme wird durch
Vitamin C verbessert.
Vitamin C fördert die Synthese von Hormonen wie das Schilddrüsenhormon, Serotonin, Adrenalin und Noradrenalin.
Es ist unerlässlich für die Bildung von Carnithin und den Muskelstoffwechsel.
Der Cholesterinspiegel wird positiv beeinflusst und die Entgiftungsprozesse der Leber werden unterstützt.
Vorkommen:
Vitamin C in natürlicher Form findet man z. B. in Zitrusfrüchten, wie
Papaya, Kiwi, Orangen, Zitronen, Ananas und Grapefruit, in grünem
Gemüse, wie Paprikaschoten, Kohl, Avocados, Erbsen, Spinat, Brokkoli
und Rosenkohl, in Beeren, wie Erdbeeren, Cranberries, Blaubeeren,
Heidelbeeren, in Trauben, in Kartoffeln, Tomaten und in Leber.
Synthetisches Vitamin C wird heutzutage vielen Lebensmitteln als Konservierungsmittel zugefügt.
Dosierung:
Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt gesunden Menschen:
100 mg für Erwachsene
150 mg für Stillende
Überdosierung:
Da Vitamin C wasserlöslich ist und vom Körper kaum gespeichert werden
kann ist eine Überdosierung kaum möglich. Die Meinungen über die Höhe
der Tagesdosis variieren stark. Prof. Linus Pauling (zweifacher
Nobelpreisträger) ist zum Beispiel ein Verfechter von sehr hohen
Tagesdosen (mehrere Gramm) zur Krebsbekämpfung. Auch bei beginnenden
Erkältungskrankheiten wird eine höhere Dosis empfohlen.
Ein erhöhter Bedarf besteht auch bei kranken Menschen, Sportlern,
Rauchern, Alkoholikern und bei Stress, sowie in der Schwangerschaft und
während der Stillzeit.
Hohe Dosierungen können, im Falle von Ascorbinsäure, zur Übersäuerung
des Magens führen. Zu hohe Dosierungen von Vitamin C können Durchfall
auslösen, eine unangenehme Begleiterscheinung, die jedoch nicht
schädlich ist. Die erforderliche Menge ist jedoch individuell.
Mangel:
Ein leichter Vitamin C Mangel kann sich durch Infektanfälligkeit,
Entzündungen, Müdigkeit, schlechter Wundheilung,
Konzentrationsstörungen oder Depression äußern.
Vitamin C gehört neben den Vitaminen A und E zu den bekanntesten
Antioxidantien. Ein Mangel an Antioxidantien kann Krankheiten wie z. B.
Krebs, Schlaganfall, grauer Star, Morbus Alzheimer und viele andere
degenerative Erkrankungen begünstigen.
Ein starker Vitamin C Mangel ist seit Jahrhunderten unter der
Bezeichnung Skorbut bekannt. Diese Krankheit ist vor allem in den
letzten Jahrhunderten bei Seefahrern aufgetreten, die zum Teil durch
die schlechte Versorgung mit frischem Obst und Gemüse, monatelang kein
Vitamin C zu sich nahmen. Skorbut tritt heutzutage in den
Industrienationen kaum noch auf. Symptome für einen Vitamin C Mangel
können sein: Infektanfälligkeit, Blutungen, besonders von Zahnfleisch,
Haut und Organen, Zahnausfall, Veränderung der Knochensubstanz,
Anämien, Rhythmusstörungen des Herzens.
Diverse Medikamente wie Aspirin, Antidepressiva, Anti-Baby-Pillen,
Medikamente gegen Schmerzen und auch Alkohol können den Bedarf an
Vitamin C steigern. Auch bei Diabetes kann der Bedarf erhöht sein.
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